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Facharztausbildung / Weiterbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin

Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin
Facharztausbildung Anatomie

In Deutschland arbeiten ungefähr 1.900 Ärzte mit dem Facharzttitel „Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin“. Um diesen Titel zu erlangen, haben die Ärzte ihre Facharztausbildung in dem Fachgebiet der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin absolviert.

Um ein Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin zu werden, müssen Assistenzärzte ihre Facharztausbildung in diesem Fachgebiet absolvieren. Im Folgenden sind alle wichtigen Informationen zur Weiterbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin zusammengefasst. Beispielsweise die Voraussetzungen für die Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin oder die Inhalte der Weiterbildungsordnung.

Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin

Wichtige Themen für Ärzte

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Autor: Leon Pobuda

Position: Geschäftsführer von Approbatio

Aktualisiert: 15.10.2021

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Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin – Das Fachgebiet

Das Fachgebiet der Physikalischen und Rehabilitativen Medizin spezialisiert sich auf die Frührehabilitation, die postakute und LangzeitRehabilitation sowie die Prävention von Beeinträchtigungen der Funktionsfähigkeit sowie die interdisziplinäre Diagnostik und Behandlung von Strukturund Funktionsstörungen mit konservativen, physikalischen, manuellen und naturheilkundlichen Therapiemaßnahmen sowie Verfahren der rehabilitativen Intervention.

Wie viele Fachärzte gibt es für die Physikalische und Rehabilitative Medizin?

  • 1.922 berufstätige Ärztinnen und Ärzte, davon
    • 44% Ärztinnen (854)
    • 56% Ärzte (1.068)

Voraussetzungen der Weiterbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin

Als Voraussetzung für die Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin gilt der erfolgreiche Abschluss des Medizinstudiums sowie die damit verbundene Approbation als Arzt. Durch die Approbation ist der Mediziner berechtigt den Titel „Arzt“ zu tragen. Im Anschluss beginnt der Mediziner als Assistenzarzt bzw. Arzt in Weiterbildung zu arbeiten und kann sich auf eine spezifische Fachrichtung spezialisieren. Beispielsweise kann die Weiterbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin gewählt werden. Am Ende der mehrjährigen Facharztausbildung muss der Assistenzarzt eine Facharztprüfung ablegen. Wird diese bestanden, erlangt der Arzt den Facharzttitel „Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin“.

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Für die Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin wird ein abgeschlossenes Medizinstudium sowie die Approbation als Arzt vorausgesetzt.

Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin: Das Gehalt

Assistenzärzte verdienen während ihrer Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin zwischen 4.694 Euro und 6.287 Euro. Hierbei orientiert sich das Gehalt an den jeweiligen Tarifverträgen des Arbeitgebers. Bei welchem Arbeitgeber Assistenzärzte am meisten verdienen und wie sie ihr Gehalt steigern können, können Sie hier nachlesen: Assistenzarzt Gehalt.

Facharztausbildung in der Physikalische und Rehabilitative Medizin

Dauer der Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin

Die Weiterbildungszeit für die Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin beträgt 60 Monate, also 5 Jahre. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin wird der Facharzttitel in dem Fachgebiet erlangt.

Die Facharzt-Weiterbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin muss bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6, Abs. 1, Satz 1 der Musterweiterbildungsordnung absolviert werden. Innerhalb der 60 Monate:

  • müssen 12 Monate in der stationären Akutversorgung im Gebiet Chirurgie und/oder in Neurochirurgie abgeleistet werden
  • müssen 12 Monate in der stationären Akutversorgung im Gebiet Innere Medizin und/oder in Neurologie abgeleistet werden
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Die Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin dauert in Vollzeit 5 Jahre. 

Weiterbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin

Weiterbildungsordnung der Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin

Die Weiterbildungsordnung für die Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin unterscheidet zwischen:

  • Zu vermittelnden kognitiven Kompetenzen & Methodenkompetenzen (Kenntnisse)
  • Zu vermittelnden Handlungskompetenzen (Erfahrungen & Fertigkeiten)

Inhalte der Facharztweiterbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin

Übergreifende Inhalte der Facharzt-Weiterbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin

  • Wesentliche Gesetze, Verordnungen und Richtlinien
  • Theoriemodelle der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit, z. B. International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) sowie der Rehabilitation
  • Rehabilitationsspezifische Hygienemaßnahmen unter besonderer Berücksichtigung multiresistenter Erreger
  • Wissenschaftlich begründete Gutachtenerstellung (Richtzahl: 10)
  • Teilnahme an multiprofessionellen Teamsitzungen (Richtzahl: 50)
  • Rehabilitationsspezifische Aspekte der Behandlung
  • Rehabilitationsspezifische Beratung und Mitbehandlung von Suchterkrankungenvon Patienten mit kognitiven Defiziten

Notfälle

  • Erkennung und Behandlung typischer Komplikationen im Behandlungsverlauf sowie deren Prophylaxe

Prävention

  • Prävention von Krankheiten, arbeitsplatzbedingten Belastungen und Schädigungen (Primärprävention)
  • Prävention von Krankheitsfolgen (Sekundärprävention)
  • Prävention von Einschränkungen der Teilhabe sowie von Hilfe- bzw. Unterstützungsbedarf (Tertiärprävention)
  • Präventionsmedizinische Untersuchungen und Beratungen einschließlich sportmedizinischer Aspekte
  • Arbeitsplatzorientierte Beratungen
  • Beratung zu Hilfe- und Unterstützungsbedarf

Soziale Sicherungssysteme und Versorgungsstrukturen

  • Grundprinzipien der sozialen Sicherung, Rehabilitations- und Sozialmedizin
  • Rehabilitationsbezogene Steuerungselemente im Gesundheitswesen und ihre praktische Anwendung
  • Grundlagen und methodische Prinzipien der Rehabilitation und Rehabilitationssteuerung
  • Medizinische Rehabilitation, insbesondere Leistungsformen, spezifische Rehabilitationsangebote und -verfahren und Einrichtungen
  • Berufliche Rehabilitation (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) und Wiedereingliederung
  • Schulisch-pädagogische Rehabilitation und Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft
  • Grundlagen der Durchgangsarzt- und Verletztenartenverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung
  • Anwendung von Modellen der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit
  • Indikationsstellung und Zuweisung zu den verschiedenen rehabilitativen Versorgungsformen (Richtzahl: 50)
  • Indikationsstellung und Einleitung von beruflichen und/oder arbeitsplatzorientierten Rehabilitationsleistungen (Richtzahl: 20)
  • Indikationsstellung und Beratung zu Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft
  • Beurteilung des Leistungsvermögens, der Arbeitsunfähigkeit und der Erwerbsminderung sowie der Pflegebedürftigkeit (Richtzahl: 100)

Diagnostische Maßnahmen

  • Differentialdiagnostik von Struktur- und Funktionsstörungen
  • Manualmedizinische Untersuchung von Komplexund Einzelbefunden des Bewegungssystems, z. B. Bewegungsstörungen, regionale Befunde, Einzelbefunde an Gelenken, Muskeln, faszialen, viszeralen und neuronalen Strukturen (Richtzahl: 200)
  • Neurologische Befunderhebung bei Störungen des peripheren und zentralen Nervensystems
  • Indikationsstellung, Durchführung und Auswertung apparativer Diagnostik
    • EKG
    • Belastungs-EKG
    • Lungenfunktionsprüfung
  • Sonographie der Bewegungsorgane (Richtzahl: 200)
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation radiologischer Untersuchungen, auch unter funktionellen Gesichtspunkten
  • Teilnahme an radiologischen Fallbesprechungen (Richtzahl: 50)
  • Stand- und Ganganalyse
  • Orientierende psycho-pathologische Befunderhebung
  • Indikationsbezogene Auswertung von Assessmentinstrumenten zur Selbst- und Fremdeinschätzung

Krankheiten und Störungen der Funktionsfähigkeit

  • Mit- und Anschlussbehandlung sowie Rehabilitation von Erkrankungen und Funktionsstörungen, insbesondere
    • Folgen komplikativer Krankheitsverläufe
    • funktionelle, degenerative, entzündliche und stoffwechselbedingte Krankheiten des Bewegungssystems
    • Verletzungsfolgen einschließlich Polytrauma, Schädel-Hirn-Trauma, Querschnittsläsionen
    • zerebrale Durchblutungsstörungen einschließlich Schlaganfall
    • neurodegenerative Krankheiten und periphere Nervenläsionen
    • Krankheiten des kardiopulmonalen Systems
    • Krankheiten des Gefäßsystems einschließlich des Lymphgefäßsystems
    • angeborene Leiden und Folgen frühkindlicher Hirnschäden
    • psychische und psychosoziale Erkrankungen und Problemlagen

Interventionen

  • Methode und Therapiemittel, physiologische Wirkung und Therapieeffekte von physikalischen Therapien, z. B. Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Ergotherapie, Sporttherapie, Massagetherapie, Elektro- und Ultraschalltherapie, Hydrotherapie, Thermotherapie, Balneotherapie und Inhalationstherapie
  • Rehabilitative Maßnahmen wie Rehabilitationspflege, Logopädie,Neuropsychologie, rehabilitative Sozialarbeit, Patientenschulung und -information, Kunst- und Musiktherapie, begleitende psychotherapeutische Verfahren, Ernährungstherapie
  • Indikationsstellung, Einleitung und Verlaufsbeurteilung physikalischer und rehabilitativer Interventionen unter kurativer und rehabilitativer Zielsetzung (Richtzahl: 100)
  • Interventionelle Methoden
  • Diagnostische und therapeutische Punktionen und Injektionen
  • Manualmedizinische Behandlungstechniken, auch in Kombination mit Untersuchungstechniken
  • Differentialindikative Hilfsmittelversorgung mit Orthesen und Prothesen, Einlagen- und Schuhversorgung, rehabilitativer Technologie und Kompressionsbestrumpfung, Mobilitätshilfen (Richtzahl: 50)

Frührehabilitation

  • Grundlagen kombinierter akut- und rehabilitationsmedizinischer Behandlung
  • Transfer- und Mobilisationskonzepte
  • Grundlagen der Beatmung und Beatmungsentwöhnung, Tracheostoma- und Sekretmanagement
  • Planung und Durchführung der Frührehabilitation einschließlich frührehabilitativer Komplexbehandlung im multiprofessionellen Team (Richtzahl: 50)
  • Strukturierte Überwachung des frührehabilitativen Verlaufs und Überleitungsmanagement
  • Weiter- und Nachbehandlung der zur Frührehabilitation führenden Krankheit oder Verletzung, der Begleitkrankheiten und Komplikationen
  • Frührehabilitative Assessments (Richtzahl: 50)
  • Dysphagiemanagement
  • Ernährungsmanagement
  • Trachealkanülenversorgung

Postakute und Anschlussrehabilitation sowie intermittierende Heilverfahren

  • Rehabilitationsdiagnostik und -assignment
  • Rehabilitationsplanung und rehabilitative Interventionen
  • Therapieevaluation und -modifikation
  • Überleitungsmanagement und sozialmedizinische Beurteilung
  • Planung, Koordination und Beurteilung postakuter Rehabilitation und intermittierender Heilverfahren (Richtzahl: 50)

Rehabilitative Langzeitversorgung und ambulante rehabilitative Krankenbehandlung

  • Rehabilitative Langzeitversorgung und Nachsorge
  • Auswahl und Einleitung von Leistungen zur Teilhabe in der Langzeitversorgung von Menschen mit chronischen Krankheiten bzw. Behinderungen (Richtzahl: 10)
  • Einleitung von Funktionstraining bzw. Rehabilitationssport (Richtzahl: 20)

Konservative und operative Akutversorgung

  • Assistenzen bei Operationen (Richtzahl: 50)
  • Wund- und Infektionsmanagement sowie Verbandlehre
  • Gerinnungsmanagement sowie Prophylaxe, Diagnostik und Therapie von Thrombosen
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation von Abdomensonographien, Dopplersonographien der Gefäße, Echokardiographien, endoskopischen Verfahren
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation von Elektroenzephalographien, Elektromyographien, Nervenleitgeschwindigkeiten, evozierten Potenzialen
  • Grundlagen der Botulinumtoxintherapie

Das Logbuch für die Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin

Für die Weiterbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin ist das Logbuch ein verpflichtender Bestandteil im Rahmen der Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin. In diesem Ausbildungslogbuch werden die erworbenen Weiterbildungsinhalte und erbrachten Leistungszahlen dokumentiert. Damit ein Arzt für die Facharztprüfung zum Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin zugelassen wird, muss das Logbuch der Weiterbildung vollständig ausgefüllt bei der zuständigen Ärztekammer abgegeben werden. Das Muster-Logbuch kann hier heruntergeladen werden.

Weiterbildungen für die Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin

Nach der Facharztausbildung Physikalische und Rehabilitative Medizin können die Fachärzte eine Zusatzbezeichnung erhalten. Hierfür müssen die Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin eine Zusatzweiterbildung absolvieren. In welchen spezifischen Fachgebieten sich Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin fortbilden können sehen Sie hier:

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Diese Fortbildungsmöglichkeiten können Assistenzärzte bereits nach 24 Monaten als Assistenzarzt in der Physikalische und Rehabilitative Medizin wahrnehmen:

Wichtige Themen für Ärzte

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Voraussetzungen für die Facharztausbildung Anatomie

Um die Facharztausbildung zum Facharzt für Anatomie beginnen zu können, muss ein abgeschlossenes Medizinstudium sowie die dazugehörige Approbation als Arzt vorliegen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt kann der angehende Assistenzarzt in einer Weiterbildungsstätte (z.B. Krankenhaus) seine Facharzt-Weiterbildung Anatomie beginnen. Nach der mehrjährigen Facharztausbildung zum Facharzt für Anatomie muss der angehende Facharzt eine Facharztprüfung ablegen. Wird diese Facharztprüfung erfolgreich absolviert, wird dem Arzt der Titel „Facharzt für Anatomie“ erteilt.

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Für die Facharztausbildung Anatomie wird ein abgeschlossenes Medizinstudium sowie die Approbation als Arzt vorausgesetzt.

Facharztausbildung Anatomie: Das Gehalt

Assistenzärzte verdienen während ihrer Facharztausbildung Anatomie zwischen 4.694 Euro und 6.287 Euro. Hierbei orientiert sich das Gehalt an den jeweiligen Tarifverträgen des Arbeitgebers. Bei welchem Arbeitgeber Assistenzärzte am meisten verdienen und wie sie ihr Gehalt steigern können, können Sie hier nachlesen: Assistenzarzt Gehalt.

Dauer der Weiterbildung Anatomie

Die Dauer der Weiterbildung Anatomie beläuft sich auf 48 Monate, also 4 Jahre. Dabei muss die Facharztausbildung bei einem Weiterbildungsermächtigten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 absolviert werden. Innerhalb der 60 Monate 

  • können zum Kompetenzerwerb bis zu 12 Monate Weiterbildung in anderen Gebieten erfolgen.

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Die Facharztausbildung Anatomie dauert in Vollzeit 4 Jahre. 

Weiterbildung Anatomie

Weiterbildungsordnung der Facharztausbildung Anatomie

Die Weiterbildungsordnung der Facharztausbildung Anatomie unterscheidet zwischen:

  • Zu vermittelnden kognitiven Kompetenzen & Methodenkompetenzen (Kenntnisse)
  • Zu vermittelnden Handlungskompetenzen (Erfahrungen & Fertigkeiten)

Inhalte der Weiterbildung Anatomie

Übergreifende Inhalte der Facharzt-Weiterbildung Anatomie

  • Grundlagen der Humangenetik, Pathologie, Paläontologie, Anthropologie und Rechtsmedizin

Klinische Anatomie

  • Häufige Krankheitsbilder und klinische Fragestellungen aus anatomischer Sicht
  • Mitwirkung bei klinisch-anatomischen Fort- und Weiterbildungskursen

Bilddiagnostische Verfahren

  • Bildgebende diagnostische Verfahren z. B. Sonographie, Röntgen, CT, MRT, PET
  • Beurteilung bilddiagnostisch dargestellter anatomischer Strukturen, z. B. der Röntgenanatomie

Körperspendewesen

  • Geschichte der Anatomie, insbesondere des Körperspendewesens
  • Anatomisches Donationswesen, Konservierung und Aufbewahrung von Körperspendern
  • Herstellung, Montage und Pflege von anatomischen Sammlungspräparaten und deren Demonstration
  • Vorschriften des Leichentransport- und Bestattungswesens sowie der entsprechenden Hygiene- und Rechtsvorschriften und der Vermächtnisse

Embryologie

  • Grundlagen der Embryologie und Entwicklungsbiologie sowie Gewebezüchtung
  • Systematische, vergleichende, topographische, makroskopische und mikroskopische embryonale Anatomie einschließlich der Zusammenhänge zwischen Struktur und Funktion

Mikroskopische Anatomie

  • Grundlagen der Histologie und mikroskopischen Anatomie einschließlich der Enzym- und Immunhistochemie, Autoradiographie und in-situ-Hybridisierung
  • Mikroskopische Präparationstechniken, z. B. Fixations-, Schnitt- und Färbetechniken, sowie Präparationsmethoden

Makroskopische Anatomie

  • Grundlagen der makroskopischen Anatomie
  • Makroskopische Präparationstechniken und Präparationsmethoden

Methoden und Techniken

  • Grundlegende Methoden zur Untersuchung morphologisch- medizinischer und molekular- bzw. zellbiologischer Fragestellungen in der makroskopischen und mikroskopischen Anatomie sowie der Embryologie
  • Zell- und molekularbiologische Methoden und Techniken sowie Morphometrie, Gewebezüchtung und experimentelle Zytologie
  • Licht-, Fluoreszenz- und Elektronenmikroskopie mit den verschiedenen Techniken

Forschung und Lehre

  • Konzeptionierung und Durchführung von Forschungsprojekten
  • Methoden der Biomathematik und Statistik
  • Vermittlung der mikroskopischen und makroskopischen Anatomie in Lehrveranstaltungen
  • Didaktische Grundlagen der universitären Lehre

Weiterbildung Anatomie – Das Logbuch

Für die Weiterbildung Anatomie ist das Ausbildungslogbuch ein verpflichtender Bestandteil im Rahmen der Facharztausbildung Anatomie. In diesem Logbuch werden die erworbenen Weiterbildungsinhalte und erbrachten Leistungszahlen dokumentiert. Damit ein Arzt für die Facharztprüfung zum Facharzt für Anatomie zugelassen wird, muss das Logbuch der Weiterbildung vollständig ausgefüllt bei der zuständigen Ärztekammer abgegeben werden. Das Muster-Logbuch kann hier heruntergeladen werden.

Facharztprüfung Anatomie

Die Facharztprüfung in der Anatomie ist die letzte Hürde auf dem Weg zum Facharzt für Anatomie. Hierbei handelt es sich um eine nicht-öffentliche, mündliche Prüfung, die etwa 30-45 Minuten dauert. Innerhalb der Facharztprüfung wird der gesamte Inhalt der Weiterbildung geprüft. Besteht der Arzt in Weiterbildung seine Facharztprüfung, wird ihm eine Facharzturkunde ausgestellt. Mit dieser ist der Facharzt nun berechtigt sich als Vertragsarzt der gesetzlichen Krankenkassen mit einer eigenen Praxis niederzulassen.

Weiterbildungen für die Facharztausbildung Anatomie

Nach der Facharztausbildung Anatomie können die Fachärzte eine Zusatzbezeichnungen erhalten. Hierfür müssen die Arbeitsmediziner eine Zusatzweiterbildung absolvieren. 

In welchen spezifischen Fachgebieten sich Fachärzte für Anatomie fortbilden können sehen Sie hier:

Diese Fortbildungsmöglichkeit können Assistenzärzte bereits nach 24 Monaten als Assistenzarzt in der Anatomie wahrnehmen:

Leon Pobuda

Geschäftsführer von Approbatio
Personalpsychologe (M.Sc.)

Herr Pobuda studierte in Göttingen Psychologie mit den Schwerpunkten Personalpsychologie und Gesundheits- und Sportpsychologie. Innerhalb seiner wissenschaftlichen Arbeit erforscht er das Führungsverhalten von Ärzten. Hauptberuflich ist Herr Pobuda Geschäftsführer der Personalberatung für Ärzte „Approbatio“.

Quellen:

Bundesärztekammer (2018). (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018.

Bundesärztekammer (2019). Ärztestatistik zum 31. Dezember 2019.