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Facharztausbildung Neurologie – Die Weiterbildung für Ärzte

Facharztausbildung Neurologie

In Deutschland arbeiten ungefähr 8.000 Ärzte mit dem Facharzttitel „Facharzt für Neurologie“. Um diesen Titel zu erlangen, haben die Ärzte ihre Facharztausbildung in der Neurologie absolviert. Innerhalb der Weiterbildung Neurologie spezialisieren sich die Ärzte auf auf Erkrankungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems einschließlich der Muskulatur.

Um ein Neurologe zu werden, müssen Assistenzärzte ihre Facharztausbildung in diesem Fachgebiet absolvieren. Im Folgenden sind alle wichtigen Informationen zur Weiterbildung Neurologie zusammengefasst. Beispielsweise die Voraussetzungen für die Facharztausbildung Neurologie oder die Inhalte der Weiterbildungsordnung.

Facharztausbildung Neurologie

Wichtige Themen für Ärzte

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Autor: Leon Pobuda

Position: Geschäftsführer von Approbatio

Aktualisiert: 11.10.2021

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Weiterbildung Neurologie – Das Fachgebiet

Das Fachgebiet der Neurologie spezialisiert sich auf die Vorbeugung, Erkennung, konservative Behandlung und Rehabilitation der Erkrankungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems einschließlich der Muskulatur.

Das Behandlungsspektrum der Neurologie umfasst u.a.:

  • Gefäßerkrankungen; z. B. der ischämische Hirninfarkt 
  • Basalganglienerkrankungen, wie z. B. die Parkinson-Krankheit.
  • Nervenverletzungen (in Zusammenarbeiten mit Neurochirurgen und Unfallchirurgen 
  • Neubildungen; z. B. Tumoren von Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven
  • Bandscheibenerkrankungen; alle Formen der mechanischen Nervenwurzelreizungen, die nicht oder nicht sofort operiert werden müssen
  • Anfallsleiden; z. B. epileptische und nichtepileptische Anfallsleiden
  • Entzündliche Erkrankungen des Zentralnervensystems; primär die bakteriellen und viralen Infektionen von Hirn- und Rückenmarksgewebe und -häuten
  • Entmarkungskrankheiten; z. B. Multiple Sklerose
  • Primär degenerative Erkrankungen; Demenzen, die sog. Motoneuronerkrankungen (amyotrophe Lateralsklerose, spinale Muskelatrophien) und die degenerativen Kleinhirnerkrankungen (die hereditären Ataxien)
  • Dysraphische Störungen (die sog. Verschlusskrankheiten) und Fehlbildungskrankheiten (Phakomatosen)
  • Erkrankungen des peripheren Nervensystems; z. B. Polyneuropathien.
  • Muskelerkrankungen; Muskeldystrophien, Myotonien, entzündliche Muskelerkrankungen und Myositiden
  • Störungen der neuromuskulären Übertragung; primär die Myasthenie
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen; vorrangig die Migräne

Wie viele Fachärzte gibt es für die Neurologie?

  • 7.975 berufstätige Ärztinnen und Ärzte, davon
    • 47% Ärztinnen (3.762)
    • 53% Ärzte (4.213)

Weiterbildung zum Facharzt für Neurologie

Als Voraussetzung für die Facharztausbildung Neurologie gilt der erfolgreiche Abschluss von einem Medizinstudium sowie die damit verbundene Approbation als Arzt. Durch die Approbation ist der Mediziner berechtigt den Titel „Arzt“ zu tragen. Im Anschluss beginnt der Mediziner als Assistenzarzt bzw. Arzt in Weiterbildung zu arbeiten und kann sich auf eine spezifische Facharztausbildung spezialisieren. Beispielsweise kann die Weiterbildung Neurologie gewählt werden. Am Ende der mehrjährigen Facharztausbildung muss der Assistenzarzt eine Facharztprüfung ablegen. Wird diese bestanden, erlangt der Neurologe den Facharzttitel „Facharzt für Neurologie“.

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Für die Facharztausbildung Neurologie wird ein abgeschlossenes Medizinstudium sowie die Approbation als Arzt vorausgesetzt.

Facharztausbildung Neurologie: Das Gehalt

Assistenzärzte verdienen während ihrer Facharztausbildung Neurologie zwischen 4.694 Euro und 6.287 Euro. Hierbei orientiert sich das Gehalt an den jeweiligen Tarifverträgen des Arbeitgebers. Bei welchem Arbeitgeber Assistenzärzte am meisten verdienen und wie sie ihr Gehalt steigern können, können Sie hier nachlesen: Assistenzarzt Gehalt.

Weiterbildung Neurologie

Dauer der Facharztausbildung Neurologie

Die Weiterbildungszeit in der Neurologie beträgt 60 Monate, also 5 Jahre. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung Neurologie wird der Facharzttitel in der Neurologie erlangt.

Die Facharztausbildung bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6, Abs. 1, Satz 1 der Musterweiterbildungsordnung absolviert werden. Innerhalb der 60 Monate müssen

  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung neurologischer Patienten abgeleistet werden
  • 12 Monate in Psychiatrie und Psychotherapie abgeleistet werden
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Die Facharztausbildung Neurologie dauert in Vollzeit 5 Jahre. 

Facharztausbildung in der Neurologie

Weiterbildungsordnung: Facharztausbildung Neurologie

Die Weiterbildungsordnung der Facharztausbildung Neurologie unterscheidet zwischen:

  • Zu vermittelnden kognitiven Kompetenzen & Methodenkompetenzen (Kenntnisse)
  • Zu vermittelnden Handlungskompetenzen (Erfahrungen & Fertigkeiten)

Spezifische Inhalte der Facharztweiterbildung Neurologie

Übergreifende Inhalte der Facharzt-Weiterbildung Neurologie

  • Wesentliche Gesetze, Verordnungen und Richtlinien
  • Grundlagen der Begutachtung, Vorsorgevollmacht, Betreuung und Geschäftsfähigkeit
  • Wissenschaftlich begründete Gutachtenerstellung
  • Erstellung von Rehabilitationsplänen, Überwachung und epikritische Bewertung der Anwendung von Rehabilitationsverfahren
  • Neurologische Anamneseerhebung und Untersuchung unter Berücksichtigung biographischer und psychosozialer Zusammenhänge, psychogener Symptome und somatopsychischer Reaktionen, auch unter Einbezug von Angehörigen/relevanten Drittpersonen, einschließlich Erhebung des neuropsychologischen und psychopathologischen Befundes
  • Hirnnervensyndrome, zerebrale Syndrome einschließlich Störungen des Bewusstseins, zerebelläre Syndrome, Hirnstamm-Syndrome, Rückenmarkssyndrome, Syndrome der peripheren Nerven und der Muskeln, vegetative Syndrome, Schmerz, Gangstörungen und Stürze, Blasen- und Mastdarmfunktionsstörungen
  • Aufklärung von und situationsgerechte Kommunikation mit Patienten mit reduzierter Auffassungs- und Gedächtnisleistung, eingeschränkter affektiver und autopsychischer Wahrnehmungsfähigkeit sowie Beurteilung der Einwilligungsfähigkeit einschließlich der Beratung Angehöriger
  • Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten
  • Teilnahme an interdisziplinären Teambesprechungen
  • Indikationsstellung und Nebenwirkungen von Schmerztherapie, Psychopharmakotherapie und neurologischer Pharmakotherapie einschließlich Immun- und Chemotherapien
  • Bedeutung molekulargenetischer Signaturen

Neurologische Notfälle

  • Erstversorgung neurologischer Notfälle, insbesondere
    • besondere neurovaskuläre Notfälle einschließlich intrakranieller Blutungen
    • vigilanzgeminderte und komatöse Patienten
    • epileptische Anfälle einschließlich Status epilepticus
    • spinale Notfälle
    • hypokinetische Krisen
    • myasthene Krisen
    • Meningitiden/Enzephalitiden
    • Eklampsie/Präeklampsie
    • Schwindel
    • Intoxikationen
    • psychiatrische Notfälle, Verwirrtheitszustände, Delir einschließlich Alkoholentzugssyndrome, maligne Hyperthermie und malignes neuroleptisches Syndrom
  • Erstversorgung eines Schlaganfalls einschließlich systemischer Lyse
  • Diagnostik und Erstversorgung von Schädel-HirnTraumata, traumatischen Rückenmarksverletzungen

Diagnostische Verfahren

  • Elektroenzephalographien (Richtzahl: 200)
  • Durchführung und Befunderstellung von Elektromyographien (EMG) (Richtzahl: 100)
  • Durchführung und Befunderstellung evozierter Potentiale (MEP, SSEP, VEP, AEP) (Richtzahl: 200)
  • Durchführung und Befunderstellung von Elektroneurographien (NLG) (Richtzahl: 100)
  • Elektrophysiologische Funktionsdiagnostik des autonomen Nervensystems (Richtzahl: 25)
  • Sonographische Untersuchungen von Nervensystem, Nerven und Muskeln
  • Doppler-/ Duplexsonographien extra- und intrakranieller hirnversorgender Gefäße (Richtzahl: 200)
  • Durchführung und Befunderstellung von Funktionsanalysen bei Schluckstörungen (Richtzahl: 25)
  • Durchführung und Befunderstellung von neurootologischen Untersuchungen, z. B. Verfahren zur Nystagmusprüfung (Richtzahl: 25)
  • Punktionen des Liquorraumes (Richtzahl: 50)
  • Anlage zentralvenöser Zugänge
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation von Computertomographie- und Magnetresonanztomographieuntersuchungen (Richtzahl: 100)

Neurologische Intensivmedizin

  • Differentialdiagnostisches Management bei Störungen des Bewusstseins einschließlich der Einteilung in Schweregrade
  • Neurologische Untersuchung von analgosedierten Patienten
  • Methodische Grundlagen des (invasiven) Neuromonitorings
  • Hirnödemtherapie
  • Management vegetativer Krisen und zentraler Atemregulationsstörungen
  • Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapien einschließlich der Erstellung von Therapieplänen zur parenteralen Ernährung
  • Störungen des Säure-Basen- und des ElektrolytHaushaltes
  • Grundlagen der Beatmungstechniken
  • Durchführung von Intubationen (Richtzahl: 10)
  • Critical-Illness-Myopathie und Neuropathie
  • Einschätzung der Prognose bei anoxischer Hirnschädigung und residuellen Defektsyndromen
  • Angehörigengespräche bei irreversiblem Hirnfunktionsausfall
  • Durchführung des Verfahrens zur Feststellung des endgültigen, nicht behebbaren Ausfalls der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms gemeinsam mit einem hierfür qualifizierten Facharzt

Neuropsychologie

  • Grundlagen neuropsychologischer/verhaltensneurologischer Syndrome nach Hirnschädigung und bei Hirnfunktionsstörungen
  • Grundlagen kognitiver Störungen sowie von Störungen der Emotion, Motivation und Persönlichkeit
  • Durchführung und Befunderstellung von standardisierten Testverfahren und Skalen bei neuropsychologischen/verhaltensneurologischen Störungen (Richtzahl: 50)
  • Neuro- und Psychopharmakotherapie bei neuropsychologischen Störungen
  • Therapieplanung einschließlich Festlegung und Überprüfung von Therapiezielen sowie Einleitung von Maßnahmen zur Wiedereingliederung in das Erwerbsleben und in das soziale Umfeld

Geriatrische Krankheitsbilder

  • Typische Krankheitsbilder des alternden Menschen einschließlich gerontopsychiatrischer Erkrankungen
  • Geriatrisches Assessment einschließlich Test-, Untersuchungs- und Schätzskalen zur Einordnung und Behandlung von geriatrischen Syndromen und deren Krankheitsfolgen
  • Pharmakotherapie im Alter, insbesondere bei der Behandlung mit zentralnervös-wirksamen Medikamenten
  • Einleitung von Maßnahmen zur Wiederherstellung der Selbständigkeit und Minderung der Pflegebedürftigkeit sowie zur Sicherung von Geschäftsfähigkeit bzw. Vorsorgevollmacht/Betreuung und von Pflege
  • Besonderheiten der geriatrischen Rehabilitation sowie der neurologischen Rehabilitation im Alter
  • Prophylaxe alterstypischer und altersassoziierter körperlicher und seelischer Erkrankungen sowie von Immobilität, Gangstörungen und Stürzen

Neuro-Rehabilitation

  • Neurologische und physikalische Behandlungsverfahren und soziotherapeutische Maßnahmen einschließlich Physiotherapie, Logopädie, Neuropsychologie und Ergotherapie
  • Indikationsstellung für neurologische Rehabilitationsverfahren, Erstellung von Rehabilitationsplänen, Überwachung und epikritische Bewertung der Anwendung der Rehabilitationsverfahren, insbesondere
    • Beantragung von Phase B-Frührehabilitation

Schmerzbehandlung

  • Therapieoptionen bei Schmerzsyndromen, insbesondere Neuralgien, sympathisch unterhaltenen Schmerzen und chronischen Schmerzsyndromen
  • Diagnostik und Therapie von Kopf- und Gesichtsschmerzen, zentralen und peripheren Schmerzsyndromen

Erkrankungen der Hirnnerven und des Hirnstamms

  • Diagnostik und Therapie isolierter und kombinierter Hirnnervenerkrankungen
  • Diagnostik von typischen Hirnstamm-Syndromen

Vaskuläre Erkrankungen

  • Risikofaktoren und Symptome zerebraler Ischämien, intrakranieller Blutungen einschließlich Subarachnoidalblutungen sowie intrakranieller Sinus- oder Venenthrombosen
  • Diagnostik und Therapie ischämisch verursachter neurologischer Erkrankungen
  • Diagnostik und Therapie intrakranieller Blutungen
  • Diagnostik und Therapie der Subarachnoidalblutungen sowie Vasospasmustherapie
  • Diagnostik und Therapie intrakranieller Sinus- oder Venenthrombose
  • Risikofaktoren sowie Symptome von Rückenmarksgefäßen ausgehender Erkrankungen
  • Diagnostik und Therapie vaskulär bedingter Erkrankungen des Rückenmarks
  • Primär- und Sekundärprophylaxe vaskulärer Erkrankungen

Infektiöse Erkrankungen

  • Klinische Manifestationen und Therapieprinzipien von Infektionserkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie der Muskeln einschließlich des Erregerspektrums
  • Septische Enzephalopathie
  • Diagnostik und Therapie von neurologischen Infektionserkrankungen, insbesondere Meningitis/Enzephalitis einschließlich Neurolues, Tuberkulose, Borreliose und der HIV-Erkrankung

Autoimmunerkrankungen

  • Verlaufsformen und sozialmedizinische Aspekte der Multiplen Sklerose und anderer demyelinisierender Erkrankungen
  • Diagnostik einschließlich der MRT-Kriterien der zeitlichen und räumlichen Dissemination, Schubdefinition, Akuttherapie und immunmodulatorische Therapie der Multiplen Sklerose
  • Grundlagen der Antikörperdiagnostik und Therapie anderer Autoimmunerkrankungen des Zentralnervensystems einschließlich ZNSManifestationen von systemischen Autoimmunerkrankungen, paraneoplastischer und autoimmuner Erkrankungen, z. B. Neuropil-AK assoziierten Enzephalitiden
  • Diagnostik und Therapie von autoimmun bedingten einschließlich paraneoplastisch bedingten Erkrankungen der Plexus, der peripheren Nerven, der neuromuskulären Endplatte und des vegetativen Nervensystems, insbesondere
    • neuralgische Schulteramyotrophie
    • Guillain-Barré Syndrom (GBS)
    • chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP)
    • Myasthenia gravis und andere myasthene Syndrome
  • Diagnostik und Therapie von autoimmun bedingten einschließlich paraneoplastisch bedingten Myopathien, insbesondere
    • Polymyositis
    • Dermatomyositis
    • Polymyalgia rheumatica
    • Einschlusskörperchenmyositis

Metabolische Erkrankungen

  • Metabolische und endokrine Enzephalopathien, Neuropathien und Myopathien einschließlich Mitochondriopathien
  • Diagnostik und Therapie neurologischer Komplikationen des Diabetes mellitus
  • Diagnostik und Therapie neurologischer Komplikationen der Niereninsuffizienz
  • Toxische und medikamentös induzierte Enzephalo-, Neuro- und Myopathien
  • Diagnostik und Therapie alkohol-assoziierter neurologischer Erkrankungen
  • Diagnostik und Therapie chemotherapieassoziierter neurologischer Erkrankungen

Tumorerkrankungen

  • Diagnostik, konservative Therapie und Prognose primärer intrakranieller und spinaler Tumore sowie Tumore der peripheren Nerven einschließlich intrathekaler Therapie
  • Diagnostik, konservative Therapie und Prognose von Hirnmetastasen unter Berücksichtigung typischer Primärtumore
  • Mitwirkung bei der systemischen Tumortherapie sowie der supportiven Therapie bei soliden Tumorerkrankungen der Facharztkompetenz

Traumatisch bedingte Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems

  • Diagnostik und konservative Therapie von SchädelHirn-Traumata oder Verletzungen des Rückenmarks
  • Diagnostik und konservative Therapie traumatisch verursachter Nerven- und Nervenwurzelkompressionen bzw. der Nervengeflechte einschließlich typischer Engpasssyndrome

Epileptische und andere anfallsartig auftretende Erkrankungen

  • Anfallssemiologie und Einteilung von Anfällen
  • Diagnostik anfallsartiger Störungen des Bewusstseins einschließlich Synkopen
  • Diagnostik, Therapie und Prognose epileptischer Erkrankungen einschließlich Beratung zu rechtlichen Implikationen und Lebensplanung
  • Diagnostik, Therapie der Altersepilepsie bei degenerativen, vaskulären und anderen zerebralen Läsionen
  • Besonderheiten der Pharmakologie von Antikonvulsiva

Schlafstörungen

  • Neurologisch relevante Schlaf- und Vigilanzstörungen einschließlich Narkolepsie und Schlaf-Apnoesyndrom

Erkrankungen des peripheres Nervensystem

  • Diagnostik und konservative Therapie von Erkrankungen des peripheren Nervensystems einschließlich elektrophysiologischer Lokalisationsdiagnostik, insbesondere von
    • Syndromen des Plexus brachialis und Plexus lumbosacralis
    • Syndromen der Nervenwurzeln
    • Polyneuropathien
    • Syndromen einzelner peripherer Nerven und ihrer Abschnitte
    • typischen Engpasssyndromen
    • Blasen-, Mastdarmfunktions- und Erektionsstörungen

Neurodegenerative Erkrankungen

  • Diagnostik und Therapie des Morbus Parkinson und anderer degenerativer hypokinetisch-rigider oder hyperkinetischer Syndrome einschließlich relevanter Skalen
  • Indikationsstellung und Betreuung von Patienten mit invasiven Therapieverfahren
  • Botulinumtoxin-Therapie zur Behandlung von Dystonien und Spastik
  • Differentialdiagnostik von Gangstörungen und bei Stürzen einschließlich posturaler Störungen
  • Diagnostik und Therapie der Alzheimer-Demenz einschließlich der Abgrenzung zu anderen Demenzsyndromen, organisch und nicht-organisch bedingten kognitiven Störungen im Alter
  • Diagnostik und Therapie hereditärer degenerativer Erkrankungen und anderer degenerativer Erkrankungen wie amyotrophe Lateralsklerose, spinale Muskelatrophie

Fachgebundene genetische Beratung

  • Grundlagen hereditärer und multifaktorieller Krankheitsbilder und Entwicklungsstörungen
  • Interpretation und Aussagekraft genetischer Untersuchungsergebnisse (Sensitivität, Spezifität, prädiktiver Wert)
  • Methodische, psychosoziale und ethische Aspekte der genetischen Beratung und Diagnostik einschließlich pharmakogenetischer Tests
  • Erkennung fachbezogener genetisch bedingter Krankheitsbilder oder Entwicklungsstörungen
  • Fachgebundene genetische Beratung bei diagnostischer und prädiktiver genetischer Untersuchung

Psychiatrie im Rotationsjahr

  • Psychiatrische Anamnese und differentialdiagnostische psychopathologische Befunderhebung insbesondere von Störungen der Affektivität, des formalen und inhaltlichen Denkens, der Wahrnehmung und Ich-Störungen
  • Erkennung von Suizidalität
  • Anamneseerhebung bei Menschen mit substanzabhängigen und substanzunabhängigen Abhängigkeitserkrankungen einschließlich der Berücksichtigung der Motivationsentwicklung und des sozialen Umfeldes
  • Psychiatrisch-psychotherapeutische Gesprächsführung
  • Grundlagen der psychiatrischen Krankheitslehre und Diagnostik
  • Grundlagen der Therapie von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Störungen im Alter
  • Qualifizierte Entzugsbehandlung aller stoffgebundenen Süchte, z. B. Alkohol, Medikamente, Nikotin und illegale Drogen
  • Erkennung von und Umgang mit
    • somatoformen Störungen
    • organischen Psychosen
    • bipolaren Störungen
    • unipolaren Depressionen
    • Abhängigkeitserkrankungen, insbesondere Alkoholabhängigkeit
  • Deeskalierende Maßnahmen im Vorrang zu Zwangsmaßnahmen

Das Logbuch für die Facharztausbildung Neurologie

Für die Weiterbildung Neurologie ist das Logbuch ein verpflichtender Bestandteil im Rahmen der Facharztausbildung Neurologie. In diesem Ausbildungslogbuch werden die erworbenen Weiterbildungsinhalte und erbrachten Leistungszahlen dokumentiert. Damit ein Arzt für die Facharztprüfung zum Facharzt für Neurologie zugelassen wird, muss das Logbuch der Weiterbildung vollständig ausgefüllt bei der zuständigen Ärztekammer abgegeben werden. Das Muster-Logbuch kann hier heruntergeladen werden.

Facharztprüfung Neurologie

Die Facharztprüfung in der Neurologie ist die letzte Etappe auf dem Weg zum Facharzt für Neurologie. Innerhalb von 30 bis 45 Minuten wird in der mündlichen Prüfung festgestellt, ob der Arzt bereits eine Facharztreife besitzt oder nicht. Besteht der Arzt in Weiterbildung seine Facharztprüfung, wird ihm eine Facharzturkunde ausgestellt. Mit diesem Schriftstück ist der Arzt nun berechtigt sich als Vertragsarzt der gesetzlichen Krankenkassen mit einer eigenen Praxis niederzulassen.

Stellenangebote Neurologie

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Weiterbildungen für die Facharztausbildung Neurologie

Nach der Facharztausbildung Neurologie können die Fachärzte eine Zusatzbezeichnung erhalten. Hierfür müssen die Fachärzte für Neurologie eine Zusatzweiterbildung absolvieren. In welchen spezifischen Fachgebieten sich Neurologen fortbilden können sehen Sie hier:

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S

Diese Fortbildungsmöglichkeiten können Assistenzärzte bereits nach 24 Monaten als Assistenzarzt in der Neurochirurgie wahrnehmen:

Leon Pobuda

Geschäftsführer von Approbatio
Personalpsychologe (M.Sc.)

Herr Pobuda studierte in Göttingen Psychologie mit den Schwerpunkten Personalpsychologie und Gesundheits- und Sportpsychologie. Innerhalb seiner wissenschaftlichen Arbeit erforscht er das Führungsverhalten von Ärzten. Hauptberuflich ist Herr Pobuda Geschäftsführer der Personalberatung für Ärzte „Approbatio“.

Quellen:

Bundesärztekammer (2018). (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018.

Bundesärztekammer (2019). Ärztestatistik zum 31. Dezember 2019.