Zusatz-Weiterbildung Immunologie

In Deutschland arbeiten ungefähr 20 Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Immunologie“. Für diese Spezialisierung haben die Ärzte ihre Zusatz-Weiterbildung Immunologie absolviert. Innerhalb der Zusatzweiterbildung spezialisieren sich die fachspezifische klinische Diagnostik und Therapie von Immundefekten und Immundysregulations-Syndromen einschließlich immundiagnostischer Methoden.

Um die Zusatzbezeichnung Immunologie zu erhalten, absolvieren Ärzte nach ihrer Facharztausbildung die Zusatzweiterbildung Immunologie. Im Folgenden sind alle wichtigen Informationen zusammengefasst. Beispielsweise die Voraussetzungen für die ZB Immunologie oder die Inhalte der Weiterbildungsordnung.

Zusatz-Weiterbildung Immunologie

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Definition Zusatzweiterbildung Immunologie

Die Zusatz-Weiterbildung Immunologie umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die fachspezifische klinische Diagnostik und Therapie von Immundefekten und Immundysregulations-Syndromen einschließlich immundiagnostischer Methoden.

Wie viele Fachärzte gibt es mit der Zusatz-Weiterbildung „Immunologie„?

In Deutschland gibt es 18 berufstätige Ärztinnen und Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Immunologie„.

Voraussetzungen der Zusatz-Weiterbildung Immunologie

Die Zusatz-Weiterbildung Immunologie baut auf einer beliebigen Facharztausbildung auf. Dementsprechend gelten folgende Voraussetzungen:

  • Erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium
  • Approbation als Arzt
  • Facharztausbildung
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Für die Zusatz-Weiterbildung Immunologie wird eine beliebige Facharztanerkennung vorausgesetzt.

Dauer der Zusatz-Weiterbildung Immunologie

Die Weiterbildungszeit für die Zusatz-Weiterbildung Immunologie beträgt 12 Monate, also 1 Jahr.

Die Weiterbildung muss bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6, Abs. 1, Satz 1 der Musterweiterbildungsordnung absolviert werden. Innerhalb der 12 Monate müssen 6 Monate im immunologischen Labor abgeleistet werden.

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Die Zusatz-Weiterbildung Immunologie dauert in Vollzeit 1 Jahr. 

Zusatzweiterbildung Immunologie

Weiterbildungsordnung der Zusatz-Weiterbildung Immunologie

Die Weiterbildungsordnung der Zusatz-Weiterbildung Immunologie unterscheidet zwischen:

  • Zu vermittelnden kognitiven Kompetenzen & Methodenkompetenzen (Kenntnisse)
  • Zu vermittelnden Handlungskompetenzen (Erfahrungen und Fertigkeiten)

Inhalte der Zusatz-Weiterbildung Immunologie

Übergreifende Inhalte der Zusatz-Weiterbildung Immunologie

  • Wesentliche Gesetze und Richtlinien, z. B. Medizinproduktegesetz, Infektionsschutzgesetz, Transfusionsgesetz, STIKO-Richtlinien
  • Grundlagen des adaptiven und angeborenen Immunsystems
  • Angeborene und erworbene Immundefekt- und Immundysregulations-Syndrome
  • Immunologische Folgen von Frühgeburtlichkeit und Seneszenz
  • Auswirkungen immunologischer Störungen auf Impfantworten
  • Über-, Unter- und Fehlreaktionen des Immunsystems, z. B. Autoimmunität, Allergie, Autoinflammation
  • Grundlagen der allogenen und autologen Organ- und Stammzelltransplantation, akuten und chronischen Abstoßung, Graft versus Host-Disease

Diagnostische Verfahren

  • Zielstrukturen für diagnostische Methoden, z. B. Immunglobuline
  • Differentialdiagnose von Allergien
  • Durchführung von serologischen, zellulären, genetischen, funktionellen diagnostischen Verfahren zur Abklärung von pathologischen Entzündungsreaktionen, Immundefekten und Immundysregulations-Syndromen, z. B. Hämophagozytose-Syndrom, Autoimmunproliferatives Syndrom, Late-onset kombinierte Immundefekte, autoinflammatorische Syndrome (Richtzahl: 100)
  • Durchführung der Diagnostik von Autoimmunopathien (Richtzahl: 100)

Therapeutische Verfahren

  • Beratung zum Erkrankungsrisiko sowie Indikationsstellung zur Behandlung von pathologischen Entzündungsreaktionen, Immundefekten und Immundysregulations-Syndromen
  • Prophylaktische und therapeutische Interventionen, z. B. Impfstoffe, Antikörper, Zellpopulationen, Zytokine, Signaltransduktionsmoleküle, Gene
  • Durchführung von prophylaktischen und immuntherapeutischen Verfahren, z. B. Impfungen, Einsatz von Immunsuppressiva und Immunstimulanzien, Biologika, Immunglobulin-Therapie zum Antikörperersatz und zur Immunmodulation, Plasmapherese und Leukapherese, Stammzelltransplantation, spezifische Zell- und Gentherapie
  • Erhebung des Impfstatus nach immunsuppressiver Therapie

Gehalt während der Zusatzweiterbildung Immunologie

Fachärzte verdienen während ihrer Zusatzweiterbildung Immunologie zwischen 6.196 Euro und 8.078 Euro. Hierbei orientiert sich das Gehalt an den jeweiligen Tarifverträgen des Arbeitgebers. Bei welchem Arbeitgeber Fachärzte am meisten verdienen und wie sie ihr Gehalt steigern können Sie hier nachlesen: Facharzt Gehalt.

Das Logbuch für die Zusatzweiterbildung Immunologie

Wie schon in der Facharztausbildung ist das Logbuch ein verpflichtender Bestandteil für die Zusatz-Weiterbildung Immunologie. In diesem Ausbildungslogbuch werden die erworbenen Weiterbildungsinhalte und erbrachten Leistungszahlen dokumentiert.

Ist das Logbuch vollständig ausgefüllt, kann sich der Arzt für die Schwerpunktprüfung anmelden. Hierfür muss das Logbuch bei der zuständigen Ärztekammer abgegeben werden.

Das Muster-Logbuch der Zusatz-Weiterbildung Immunologie kann hier exemplarische von der Ärztekammer Baden-Württemberg heruntergeladen werden.

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Leon Pobuda

Leon Pobuda

Personalpsychologe (M.Sc.) & Geschäftsführer von Approbatio

Herr Pobuda studierte in Göttingen Psychologie mit den Schwerpunkten Personalpsychologie und Gesundheits- und Sportpsychologie. Innerhalb seiner wissenschaftlichen Arbeit erforscht er das Führungsverhalten von Ärzten. Hauptberuflich ist Herr Pobuda Geschäftsführer der Personalberatung für Ärzte „Approbatio“.

Quellen:

Bundesärztekammer (2018). (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018.

Bundesärztekammer (2019). Ärztestatistik zum 31. Dezember 2019.