Sie sind hier: Approbatio / Facharztrichtungen / HNO-Arzt

Was macht ein HNO Arzt? | Übersicht zu Aufgaben & Beruf

HNO-Arzt

Was macht ein HNO Arzt? Wann sollte ich zum HNO Arzt gehen? Was verdient ein HNO Arzt? Das sind die am häufigsten gestellten Fragen in Verbindung mit dem Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Grund genug um das Berufsbild des HNO Arztes genauer zu betrachten. Im Folgenden Artikel werden wir für Sie auf diese Fragen eingehen.

HNO-Arzt

Autor: Maximilian Köhler

Position: Spezialist E-Commerce

Aktualisiert: 25.04.2022

Jetzt teilen!

Was ist ein HNO Arzt? – Definition Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde ist ein Fachbereich der Medizin, der sich mit Erkrankungen, Verletzungen und Funktionsstörungen des Halses, der Nase und der Ohren befasst. Der HNO-Arzt beschäftigt sich also insbesondere mit Problemen im Bereich der oberen Luftwege, der Mundhöhle, des Rachens, der Gehörgänge, des Kehlkopfes, der Speiseröhre und der unteren Luftwege.

Was macht ein HNO Arzt? – Diagnose- und Therapieverfahren

Neben den bekannten Untersuchungsmethoden, wie Abtastuntersuchungen, Allergietests, Riechtests  oder Hörtests verfügt der HNO-Arzt auch über eine Vielzahl von speziellen Diagnose-Methoden.
Zu den wichtigsten Diagnoseverfahren gehören unter anderem

  • Die Rhinoskopie (Nasenspiegelung)
    Hierbei untersucht der HNO-Arzt das Innere der Nase um sich einen Eindruck vom Zustand der Nasenanatomie, der Nasenschleimhaut und des Nasensekretes zu verschaffen.Bei diesem Verfahren nutzt der Facharzt für HNO-Heilkunde ein Endoskop, das zusammen mit einer Lichtquelle an einer dünnen Röhre befestigt ist. Diese schiebt er dann ins Naseninnere um sich ein Bild vom Untersuchungsbereich machen zu können.
  • Die Rhinomanometrie (Nasenfunktionstest)
    Dieses Untersuchungsverfahren nutzt der HNO-Arzt um die Luftdurchgängigkeit der Nase, sowie die Funktion der Nasenschleimhaut zu untersuchen. Hierbei wird mithilfe eines Manometers der Luftdruckunterschied zwischen Naseneingang und Nasenrachenraum geprüft. Je größer diese Differenz ist, desto weniger Luft kann durch die Nase strömen.
  • Ohrmikroskopie
    Hierbei untersucht der HNO-Arzt das Ohrinnere mithilfe eines Mikroskops um so Schäden oder Fremdkörper im Gehörgang oder Trommelfell zu finden. Auch Ohr-Reinigungen werden werden mithilfe des Ohrmikroskops durchgeführt. 

Auch das Spektrum der Behandlungsmethoden, die ein Facharzt für HNO-Heilkunde anwendet, ist beachtlich groß. Neben der Verschreibung von Medikamenten, Therapien und Hilfsmitteln führt der HNO-Arzt auch ambulante chirurgische Eingriffe durch. Hierzu gehören unter anderem die Entfernung von Polypen, die Nasenscheidewand-Begradigung und die Mandelverkleinerung, aber auch Lasertechnik und alternative Heilmethoden wie Akupunktur oder Chirotherapie.

Was behandelt ein HNO Arzt? – Krankheitsbilder

Ebenso Vielfältig wie seine Behandlungsmethoden sind auch die Erkrankungen mit denen sich ein HNO-Arzt befasst. Zu den häufigsten Erkrankungen gehören unter anderem

  • Nasennebenhöhlenentzündung
    Entzündung der Nasenschleimhaut in der Nasennebenhöhle
  • Exzessives Schnarchen
    Der HNO-Arzt versucht die Gründe für das Schnarchen herauszufinden und den Betroffenen Abhilfe zu beschaffen
  • Schlafapnoe
    Atemstörung bei der die Atmung beim Schlafen kurzzeitig unkontrolliert aussetzt.
  • Mittelohrentzündung
    Tritt häufig als Folge von bakteriellen oder viralen Erkrankungen der Atemwege auf und führt zu Ohrenschmerzen, Fieber und Einschränkung der Hörleistung.
  • Tinnitus
    Wiederkehrende subjektive Wahrnehmung von Pfeiftönen im Ohr, die zu starker emotionaler und körperlicher Belastung der Betroffenen führen kann.
  • Keuchhusten
    Bakterielle Infektion der Atemwege, die zu starken Hustenanfällen führt
  • Kehlkopfentzündung
    Wird oft durch bakterielle oder virale Erkrankung der Atemwege bedingt und führt zu Heiserkeit und Husten
  • Mandelentzündung
    Eitrige Entzündung der Gaumenmandeln die zu Halsschmerzen und Schluckbeschwerden führt

Wie wird man HNO Arzt? – Die Facharztausbildung

Die Dauer der Facharztausbildung Hals-Nasen-Ohrenheilkunde beträgt 5 Jahre.
Innerhalb dieser 5 Jahre können 12 Monate zur Weiterbildung in anderen Fachgebieten erfolgen.

Weitere Informationen zur Weiterbildung zum HNO-Arzt erhalten Sie hier

→ Facharztausbildung Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Was verdient man als HNO Arzt? – Gehalt

Ein HNO-Arzt mit eigener niedergelassener Praxis kann in Deutschland mit einem jährlichen Reinertrag von circa 220.000€ rechnen.

Als angestellter Arzt für HNO-Heilkunde richtet sich das Gehalt nach den jeweiligen Tarifverträgen und der Dauer der Beschäftigung. Während Berufsanfänger monatlich circa 4.800€ verdienen, bekommen erfahrene HNO-Ärzte bis zu 7.000€ pro Monat.

Quelle Gehalt

Maximilian Köhler

Spezialist E-Commerce

Nachdem Herr Köhler Wirtschaftsingeneurswesen an der Uni Hannover studierte beschloss er sich auf den Bereich E-Commerce zu spezialisieren.