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Zusatz-Weiterbildung Kinder- und Jugend-Rheumatologie
Leon Pobuda · Zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2023
Allgemein · 5 Min. Lesedauer
In Deutschland arbeiten ungefähr 200 Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Kinder- und Jugend-Rheumatologie“. Für diese Spezialisierung haben die Ärzte ihre Zusatzweiterbildung Kinder- und Jugend-Rheumatologie absolviert. Innerhalb der Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie spezialisieren sich die Fachärzte auf die Prävention, Erkennung, konservative Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises einschließlich der entzündlich- rheumatischen Systemerkrankungen des Säuglings, Kleinkindes, Kindes, Jugendlichen und Heranwachsenden in seinem sozialen Umfeld von der pränatalen Periode einschließlich der Transition in eine Weiterbetreuung.
Um ein Kinder-Rheumatologe zu werden, absolvieren Fachärzte für die Kinder- und Jugendmedizin die Zusatzweiterbildung Kinder-Rheumatologie. Im Folgenden sind alle wichtigen Informationen zum ZB Kinder-Rheumatologie zusammengefasst. Beispielsweise die Voraussetzungen für die Weiterbildung Kinder-Rheumatologie oder die Inhalte der Weiterbildungsordnung.
Definition der ZB Kinder- und Jugend-Rheumatologie
Die Zusatz-Weiterbildung Kinder- und Jugend-Rheumatologie umfasst in Ergänzung zur Facharztkompetenz die Prävention, Erkennung, konservative Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises einschließlich der entzündlich- rheumatischen Systemerkrankungen des Säuglings, Kleinkindes, Kindes, Jugendlichen und Heranwachsenden in seinem sozialen Umfeld von der pränatalen Periode einschließlich der Transition in eine Weiterbetreuung.
Wie viele Fachärzte gibt es mit der Zusatzbezeichnung Kinder-Rheumatologie?
In Deutschland gibt es 219 berufstätige Ärztinnen und Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Kinder-Rheumatologie.
Voraussetzungen der Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie
Die Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie baut auf der Facharzt-Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin auf. Dementsprechend gelten folgende Voraussetzungen:
- Erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium
- Approbation als Arzt
- Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
Die Zusatzweiterbildung Kinder-Rheumatologie setzt einen Facharzttitel in der Kinder- & Jugendmedizin voraus.
Gehalt während der Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie
Fachärzte verdienen während ihrer Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie zwischen 6.400 Euro und 8.400 Euro (Stand: 2023). Hierbei orientiert sich das Gehalt an den jeweiligen Tarifverträgen des Arbeitgebers. Bei welchem Arbeitgeber Fachärzte am meisten verdienen und wie sie ihr Gehalt steigern können Sie hier nachlesen: Facharzt Gehalt.
Dauer der Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie
Die Weiterbildungszeit für die Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie beträgt 24 Monate, also 2 Jahre.
Die Weiterbildung muss bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6, Abs. 1, Satz 1 der Musterweiterbildungsordnung absolviert werden.
Die Zusatzweiterbildung Kinder-Rheumatologie dauert in Vollzeit 2 Jahre.
Weiterbildungsordnung der ZB Kinder-Rheumatologie
Die Weiterbildungsordnung der Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie unterscheidet zwischen:
- Zu vermittelnden kognitiven Kompetenzen & Methodenkompetenzen (Kenntnisse)
- Zu vermittelnden Handlungskompetenzen (Erfahrungen und Fertigkeiten)
Spezifische Inhalte der Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie
Übergreifende Inhalte der Zusatz-Weiterbildung Kinder- und Jugend-Rheumatologie
- Epidemiologie, Grundlagen entzündlicher und nicht- entzündlicher rheumatischer Erkrankungen einschließlich molekulargenetischer und immunologischer Mechanismen bei systemischen Autoimmunerkrankungen, autoinflammatorischen Erkrankungen einschließlich genetischer Fiebersyndrome, nicht-bakterieller Osteitis, Interferonopathien, Schmerzsyndromen
- Pharmakologie, Nebenwirkungen und Interaktion von nicht-steroidalen Antirheumatika, Glukokortikoiden, konventionellen und biologischen disease-modifying anti-rheumatic drugs, Immunsuppressiva
- Indikationsstellung und Überwachung der Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika, Glukokortikoiden, konventionellen und biologischen disease-modifying anti-rheumatic drugs, Immunsuppressiva
- Supplementäre Therapien, z. B. Gastroprotektion, Folsäuresupplementierung, Osteoporoseprophylaxe, Osteoporosetherapie
- Koordination der interdisziplinären und interprofessionellen Zusammenarbeit
- Langzeitversorgung in Kooperation mit spezialisierten Einrichtungen
- Indikationen für Impfungen unter Immunsuppression
- Indikationsstellung zur genetischen Diagnostik
- Grundlagen der Ernährungsberatung
- Schulungsmaßnahmen unter Einbindung von Bezugspersonen
- Physikalische, krankengymnastische, ergotherapeutische Behandlungskonzepte
- Einleitung von präventiven und rehabilitativen Maßnahmen bei chronischen Erkrankungen
- Sportberatung
- Indikationsstellung zur psychosozialen Therapie
- Palliativmedizinische Versorgung
Kollagenosen und Vaskulitiden
- Weiterführende Diagnostik und Therapie bei systemischem Lupus erythematodes, juveniler Dermatomyositis, Sklerodermie und Overlap- Kollagenosen, Vaskulitiden
Autoinflammatorische Erkrankungen
- Weiterführende Diagnostik und Therapie bei autoinflammatorischen Erkrankungen, z. B. Fieber- Syndromen, nicht-infektiösen Inflammationen des Knochens, Interferonopathien
Chronische Schmerzerkrankungen des muskuloskelettalen Systems
- Grundlagen der multimodalen und medikamentösen Schmerztherapie
- Diagnostik und Differentialdiagnostik chronischer Schmerzerkrankungen des muskuloskelettalen Systems
Diagnostische Verfahren
- Durchführung verschiedener standardisierter Untersuchungsverfahren
- Indikationsstellung und Befundinterpretation hämatologischer, biochemischer, immunologischer Untersuchungen einschließlich Synoviaanalyse
- Punktion verschiedener Gelenke sowie intraartikuläre Injektion (Richtzahl: 50)
- Gelenksonographie (Richtzahl: 200)
- Indikationsstellung und Befundinterpretation weiterer bildgebender Untersuchungen
Rheumatologische Notfälle
- Differentialdiagnose akuter rheumatischer Krankheitsbilder einschließlich Abgrenzung von malignen Erkrankungen, z. B. Leukämie sowie Infektionen
- Diagnostische und therapeutische Notfall- maßnahmen, z. B. bei akuter Arthritis, systemischem Lupus erythematodes, juveniler Dermatomyositis, Makrophagen- aktivierungssyndrom, Vaskulitiden
Das Logbuch für die Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie
Wie schon in der Facharztausbildung Kinder- und Jugendmedizin ist das Logbuch ein verpflichtender Bestandteil für die Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie. In diesem Ausbildungslogbuch werden die erworbenen Weiterbildungsinhalte und erbrachten Leistungszahlen dokumentiert.
Ist das Logbuch vollständig ausgefüllt, kann sich der Arzt für die Schwerpunktprüfung anmelden. Hierfür muss das Logbuch bei der zuständigen Ärztekammer abgegeben werden.
Das Muster-Logbuch der die Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie kann hier heruntergeladen werden.
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