Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie

In Deutschland können Fachärzte für Innere Medizin und Kardiologie die Zusatzbezeichnung „Kardiale Magnetresonanztomographie“ erwerben. Für diese Spezialisierung absolvieren die Ärzte ihre Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie. Innerhalb der Zusatzweiterbildung spezialisieren sich die Fachärzte auf die Durchführung und Befundung der kardialen Magnetresonanztomographie.

Im Folgenden sind alle wichtigen Informationen zusammengefasst. Beispielsweise die Voraussetzungen für die ZB Kardiale Magnetresonanztomographie oder die Inhalte der Weiterbildungsordnung.

Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie

Ärztevermittlung → Facharztausbildung → Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie

Definition ZB Kardiale Magnetresonanztomographie

Die Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Durchführung und Befundung der kardialen Magnetresonanztomographie.

Voraussetzungen der Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie

Die Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie baut auf einer Facharztausbildung in der Inneren Medizin und Kardiologie auf. Dementsprechend gelten folgende Voraussetzungen:

  • Erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium
  • Approbation als Arzt
  • Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
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Für die Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie wird eine Facharztanerkennung in der Inneren Medizin und Kardiologie vorausgesetzt.

Dauer der Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie

Die Weiterbildungszeit für die Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie beträgt 12 Monate, also 1 Jahr.

Die Weiterbildung muss bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6, Abs. 1, Satz 1 der Musterweiterbildungsordnung absolviert werden.

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Die Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie dauert in Vollzeit 1 Jahr. 

Zusatzweiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie

Weiterbildungsordnung der Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie

Die Weiterbildungsordnung der Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie unterscheidet zwischen:

  • Zu vermittelnden kognitiven Kompetenzen & Methodenkompetenzen (Kenntnisse)
  • Zu vermittelnden Handlungskompetenzen (Erfahrungen und Fertigkeiten)

Inhalte der Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie

Strahlenschutz

  • Prinzipien der nicht-ionisierenden Strahlung Strahlenbiologische Effekte
  • Reduktionsmöglichkeiten der medizinisch induzierten Strahlenexposition bei Patienten und Personal
  • Stellenwert der unterschiedlichen bildgebenden Verfahren in der Diagnostik
  • Umgang mit Besonderheiten des Schutzes vor nicht-ionisierender Strahlung im Kindes- und Jugendalter, bei Schwangeren und Risikopatienten

Technik der Magnetresonanztomographie

  • Grundlagen der Datenakquisition, Bild- und Datenverarbeitung und -nachbearbeitung sowie deren Archivierung, insbesondere der physikalischen und biophysikalischen Grundlagen
  • Grundlagen der Gerätekunde bei der Anwendung von Magnetresonanzverfahren
  • Prinzipien von Magnetfeldstärke, Gradientenstärke, Hochfrequenz, Orts- und Zeitauflösung
  • Patientenüberwachung einschließlich der Sicherheitsmaßnahmen für Patienten und Personal
  • Typische Artefakte in der MRT und ihre Ursachen
  • Korrekte Wahl der Akquisitionsparameter unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften und des Strahlenschutzes

Kontrastmittel

  • Prinzipien der Struktur, Pharmakologie, Klassifikation und Dosis sowie Indikationen und Kontraindikationen von MRT-Kontrastmitteln
  • Risiken und Nebenwirkung von MRT- Kontrastmitteln
  • Indikationsgemäße Auswahl, Dosierung und Pharmakokinetik von MRT-Kontrastmitteln, insbesondere unter Berücksichtigung von Patienten mit erhöhtem Risiko
  • Erstmaßnahmen bei kontrastmittelassoziierten Komplikationen, z. B. anaphylaktischer/anaphylaktoider Reaktionen
  • Erstellung und Anwendung von MRT- Untersuchungsprotokollen für die gebietsbezogene Magnetresonanztomographie einschließlich geeigneter Kontrastmittel
  • Erkennung typischer Neben- und Zufallsbefunde im Untersuchungsvolumen außerhalb des Organbezugs

Organbezogene MRT

 

  • Indikationsstellung, Durchführung und Befunderstellung von MRT-Untersuchungen am Herzen und herznahen Gefäßen, auch in interdisziplinärer Zusammenarbeit (Richtzahl: 500), davon
    • pathologische Befunde (Richtzahl: 250)
    • medikamentöse Stresstests (Richtzahl: 150)
    • Kontrastmitteluntersuchungen (Richtzahl: 100)

Gehalt während der Zusatzweiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie

Fachärzte verdienen während ihrer Zusatzweiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie zwischen 6.196 Euro und 8.078 Euro. Hierbei orientiert sich das Gehalt an den jeweiligen Tarifverträgen des Arbeitgebers. Bei welchem Arbeitgeber Fachärzte am meisten verdienen und wie sie ihr Gehalt steigern können Sie hier nachlesen: Facharzt Gehalt.

Das Logbuch für die Zusatzweiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie

Wie schon in der Facharztausbildung Innere Medizin und Kardiologie ist das Logbuch ein verpflichtender Bestandteil für die Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie. In diesem Ausbildungslogbuch werden die erworbenen Weiterbildungsinhalte und erbrachten Leistungszahlen dokumentiert.

Ist das Logbuch vollständig ausgefüllt, kann sich der Arzt für die Schwerpunktprüfung anmelden. Hierfür muss das Logbuch bei der zuständigen Ärztekammer abgegeben werden.

Das Muster-Logbuch der Zusatz-Weiterbildung Kardiale Magnetresonanztomographie kann hier heruntergeladen werden.

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Leon Pobuda

Leon Pobuda

Personalpsychologe (M.Sc.) & Geschäftsführer von Approbatio

Herr Pobuda studierte in Göttingen Psychologie mit den Schwerpunkten Personalpsychologie und Gesundheits- und Sportpsychologie. Innerhalb seiner wissenschaftlichen Arbeit erforscht er das Führungsverhalten von Ärzten. Hauptberuflich ist Herr Pobuda Geschäftsführer der Personalberatung für Ärzte „Approbatio“.

Quellen:

Bundesärztekammer (2018). (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018.

Bundesärztekammer (2019). Ärztestatistik zum 31. Dezember 2019.