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Was macht ein Pathologe? | Überblick zu Aufgaben & Beruf

Der Pathologe

Was ist ein Pathologe? Was macht ein Pathologe? Wir wird man Pathologe? Das sind die am häufigsten gestellten Fragen zu dem Facharzt Pathologie. In diesem Artikel beantworten wir diese Fragen und schauen uns den Beruf des Pathologen genauer an.

Der Pathologe nutzt seine vielfältigen Untersuchungsverfahren zur geweblich-begründeten Diagnosestellung und bildet somit eine wichtige Schnittstelle zwischen Diagnostik und Therapie. Hierbei arbeitet er eng mit Klinik- und niedergelassenen Ärzten zusammen um Krankheiten frühzeitig zu erkennen und ihren Verlauf während der Therapie zu überwachen.

Der Pathologe

Autor: Maximilian Köhler

Position: Spezialist E-Commerce

Aktualisiert: 22.04.2022

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Was ist ein Pathologe? – Definition Pathologie

Wörtlich übersetzt kann man den Begriff “Pathologie” als die Lehre vom “Leiden und Erdulden” verstehen, was allgemein auch mit der “Krankheitslehre” gleichzusetzen ist. Der Pathologe beschäftigt sich hierbei mit der Diagnose von Krankheiten am entnommenen Gewebe sowohl bei lebenden, also auch bei verstorbenen Patienten. Hierfür nutzt er präparatorische, mikroskopische und molekularbiologische Untersuchungsmethoden.

Was macht ein Pathologe? – Diagnoseverfahren

Der Pathologe begutachtet erkranktes Gewebe überwiegend unter dem Mikroskop, aber auch makroskopisch, also mit dem bloßen Auge, um Rückschlüsse auf Krankheiten zu ziehen. Seine Diagnosemethoden spielen hierbei insbesondere in der Krebsdiagnose eine wichtige Rolle. Zu den wichtigsten Diagnoseverfahren die ein Pathologe nutzt, gehören unter  anderem: 

Makroskopische Untersuchung:

Während der Pathologe das Gewebematerial zuschneidet und für die mikroskopische Untersuchung vorbereitet, untersucht er das erkrankte Gewebe mit dem bloßen Auge und diktiert dabei seine Beobachtungen. Der sogenannte makroskopische Untersuchungsbefund wird dann gespeichert und für spätere histologische Untersuchungen zur Verfügung gestellt.

Mikroskopische Untersuchung:

Der Pathologe untersucht unter dem Mikroskop sogenannte Schnittpräparate, also zugeschnittene Operationspräparate oder kleine Gewebestücke aus Biopsien. In Verbindung mit der makroskopischen Untersuchung entgeht dem Pathologen so gut wie kein Fall.

Elektronenmikroskopische Untersuchung:

Mit diesem Diagnoseverfahren kann der Pathologe Gewebe oder Körperflüssigkeiten über die Grenzen lichtmikroskopischer Verfahren hinweg, auf molekularer Ebene, untersuchen. Hierdurch kann der Facharzt für Pathologie mikrobielle Erreger oder auch tumor-relevante Proteine erkennen und frühzeitig Behandlungsschritte einleiten.

Klinische Obduktion:

Zum Aufgabengebiet des Pathologen gehört auch die Obduktion von an natürlichen Todesursachen verstorbenen Personen. Ziel

Was untersucht ein Pathologe? 

Der Pathologe untersucht eine Vielzahl bösartiger Erkrankungen in den verschiedenen Organsystemen des menschlichen Körpers. Hierbei sorgt er für die systematische Einordnung der Erkrankung und ihres Stadiums. Hierunter zählen beispielsweise Zellabstriche im Rahmen gynäkologischer Untersuchungen und die Erkennung von Tumorerkrankten Gewebe. Insbesondere in der Krebsforschung nimmt der Pathologe somit eine wichtige Rolle ein. Mit seinen morphologischen- und molekularbiologischen Untersuchungsverfahren bildet er somit ein wichtiges Bindeglied zwischen Grundlagenwissenschaften und klinisch tätigen Ärzten.

Wie wird man Pathologe? – Die Facharztausbildung

Um ein Pathologe zu werden, müssen Ärzte eine spezifische Ausbildung absolvieren. Diese Ausbildung dauert 6 Jahre. Innerhalb der 6 Jahre

  • können bis zu 24 Monate Weiterbildung in der Neuropathologie erfolgen
  • können bis zu 12 Monate Weiterbildung in weiteren Gebieten erfolgen

Weitere Informationen zur Weiterbildung zum Pathologe erhalten Sie hier:
Facharztausbildung Pathologie

Was verdient ein Pathologe? – Gehalt

Als angestellter Facharzt für Pathologie kann man mit einem Einstiegsgehalt von 4.600€ brutto rechnen. Mit einigen Jahren Berufserfahrung steigt der Verdienst auf bis zu 5.900€.
Als Oberarzt in diesem Fachgebiet kann man sogar bis zu 11.000€ brutto verdienen.

Maximilian Köhler

Spezialist E-Commerce

Nachdem Herr Köhler Wirtschaftsingeneurswesen an der Uni Hannover studierte beschloss er sich auf den Bereich E-Commerce zu spezialisieren.