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Der Kardiologe – Facharzt für Kardiologie

Der Kardiologe

Was ist eigentlich ein Kardiologe? Was macht ein Kardiologe? Wann sollte ich zum Kardiologen gehen? Das sind die die am häufigsten gestellten Fragen im Zusammenhang mit dem Facharzt für Herzerkrankungen. Im folgenden Artikel wollen wir ihnen diese Fragen beantworten und detailliert in das Berufsfeld des Kardiologen eintauchen.

Der Kardiologe

Autor: Maximilian Köhler

Position: Spezialist E-Commerce

Aktualisiert: 30.09.2021

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Was ist ein Kardiologe? – Definition

Die Kardiologie ist ein Teilgebiet der inneren Medizin und beschäftigt sich mit der Lehre des Herzens. Hierbei wird insbesondere Fokus auf den Aufbau und die Funktion des Herzens, sowie auf die Behandlung und Früherkennung von Herzerkrankungen gelegt.
Somit ist ein Kardiologe ein Facharzt, der auf die Diagnose und Behandlung von Herz- Kreislauferkrankungen, wie beispielsweise Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Herzmuskelentzündungen, spezialisiert ist.

Wann sollte ich zum Kardiologen gehen? – Krankheitsbilder

Es wird empfohlen ab dem 35. Lebensjahr regelmäßig zur Untersuchung einen Kardiologen aufzusuchen. Insbesondere bei bekannten Risikofaktoren, wie zum Beispiel Übergewicht, Rauchen, Diabetes, Schlaganfall, Herzerkrankungen oder Bluthochdruck, ist eine regelmäßige Untersuchung in diesem Bereich wichtig.
Im Folgenden stellen wir ihnen die häufigsten Krankheitsbilder vor, mit denen sich ein Kardiologe befasst.

Bluthochdruck:

Die Ursachen von Bluthochdruck werden hauptsächlich durch 3 Hauptfaktoren gesteuert. Hierbei handelt es sich um den Durchmesser der Arterien, das Volumen des gepumpten Blutes und das gesamte Blutvolumen. Risikofaktoren, die die Entstehung von Blutdruck fördern sind Rauchen, Übergewicht, wenig Bewegung, hoher Salzkonsum, hoher Alkoholkonsum und Stress.
Bluthochdruck verursacht oft über einen langen Zeitraum keine spürbaren Symptome. Erst wenn ein Organ geschädigt wird, kommt es zu Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen oder Schwindel.
Zur Behandlung der Erkrankung verschreibt ein Kardiologe dem Patienten in der Regel Blutdrucksenkende Medikamente wie beispielsweise ACE- Hemmer oder Beta- Blocker. Ebenso wichtig ist es allerdings, dass der Patient daran arbeitet, die oben genannten Risikofaktoren abzustellen.

Herzinfarkt:

Bei einem Herzinfarkt handelt es sich um eine, durch Verstopfung der Herzkranzgefäße bedingte, Durchblutungsstörung des Herzmuskels. Eine solche Erkrankung ist Lebensbedrohlich und kann Folgen wie Herzrhythmusstörung, Herzschwäche oder sogar den Tod durch Herzstillstand nach sich ziehen. Risikofaktoren für eine solche Erkrankung können Rauchen, Diabetes, familiäre Vorerkrankungen, Stress, Übergewicht oder hohe Cholesterinwerte sein.
Symptome für einen Herzinfarkt können Brustschmerzen, Druckgefühl im Brustraum, Atemnot, Übelkeit und in andere Körperregionen ausstrahlende Schmerzen sein.

Um einen Herzinfarkt zu behandeln, versucht der Kardiologe operativ oder unter Einsatz von Medikamenten die verstopften Blutgefäße zu öffnen.

Schlaganfall:

Insbesondere ältere Menschen ab dem 70. Lebensjahr sind hiervon gefährdet. Ein Schlaganfall wird meistens durch eine verschlossene Hirnarterie, in Folge einer Embolie oder Thrombose, verursacht. Anzeichen für einen Schlaganfall können eine plötzlich auftretende Sehschwäche, einseitige Lähmungen oder Schwäche, Sprachprobleme und Schwindelgefühl sein.
Zur Behandlung eines Schlaganfalls führt der Kardiologe oder der Notarzt dem Patienten schnellstmöglichst gerinnungshemmende Medikamente zu, um das Blutgerinnsel aufzulösen. Außerdem bekommt der Patient oft auch Blutdrucksenkende Mittel.
Im Anschluss eines Schlaganfalls sind oft langwierige Reha-Maßnahmen notwendig, um den körperlichen und kognitiven Zustand des Betroffenen weitmöglichst wieder herzustellen.

Durchblutungsstörung:

Bei der sogenannten Gefäßerkrankung handelt es sich um eine Verkalkung der Arterien, was Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall nach sich ziehen kann. Risikofaktoren für eine solche Erkrankung können eine zu fettige Ernährung, Übergewicht, wenig Bewegung, Rauchen, hoher Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte sein.
Wichtig bei einer solchen Gefäßerkrankung ist die frühestmögliche Diagnose und eine Abstellung der genannten Risikofaktoren.

Herzmuskelentzündung:

Eine Entzündung des Herzmuskels wird meist durch Viren oder Bakterien als Folge eines grippalen Infektes verursacht. Meistens treten die Herzprobleme einige Wochen nach der eigentlichen Erkrankung auf, man spricht hierbei auch von einer verschleppten Grippe. Symptome für eine solche Erkrankung können Schwächegefühl, schnelle Ermüdung, Schmerzen im Brustbereich und den Gliedern und Atemprobleme sein. Im schlimmsten Fall kann eine Herzmuskelentzündung auch zum Tod führen.
Zur Behandlung der Erkrankung ist neben der körperlichen Schonung eine Einnahme von verschiedenen Medikamenten wichtig. Diese sind abhängig von der Ursache der Herzmuskelentzündung.

Schlafapnoe- Syndrom:

Hierbei handelt es sich um eine im Schlafzustand wiederholt auftretende, kurzzeitige Aussetzung der Atmung. Ursachen hierfür sind meist eine Verengung der Atemwege oder eine Fehlfunktion der Atemmuskulatur.
Betroffene klagen oft über lautes, unregelmäßiges Schnarchen mit einsetzenden Atempausen und starker Tagesmüdigkeit.
Zur Linderung der Symptome reicht in der Regel die Reduzierung von Alkoholkonsum, das Einführen von festen Schlafzeiten, Seitenlage oder Gewichtsreduktion. Bei hartnäckigen Fällen kann auch ein operativer Eingriff im Nasen- Rachenraum oder der Einsatz einer Atemmaske helfen.

Was macht ein Kardiologe? – Tätigkeits-Überblick

Ein Kardiologe beschäftigt sich mit der Diagnose, Behandlung und Früherkennung von Herz- Kreislauferkrankungen. Bevor ein Kardiologe mit Diagnoseverfahren oder Behandlungsmethoden beginnt, wird beim Patienten eine Befragung durchgeführt. Hierbei werden persönliche Daten aufgenommen, Herz- Kreislauf- Risikofaktoren und kardiologische Vorerkrankungen bestimmt, sowie aktuelle Medikation und Beschwerden erfragt.
Im Anschluss stehen dem Kardiologen eine Vielzahl von Behandlungs- und Diagnoseverfahren zur Verfügung. Die wichtigsten Aufgaben des Kardiologen stellen wir ihnen im Folgenden übersichtlich dar:

Elektrokardiogramm (EKG):

Beim sogenannten Belastungs- EKG wird die Herzbelastung des Patienten gemessen, während er sich körperlich betätigt. Die Belastung wird dabei schrittweise gesteigert, bis die Belastungsgrenze des Patienten erreicht ist. Hierbei wird oft ein Laufband oder Ergometer verwendet.
Beim sogenannten Langzeit- EKG wird die Herzaktivität in Form von elektrischen Impulsen über einen längeren Zeitraum, meist 24 Stunden, gemessen. Ziel hierbei ist es mögliche auftretende Herzrhythmusstörungen zu erkennen.

Echokardiographie:

Ultraschalluntersuchung des Herzens, mit der ein Kardiologe undichte oder verengte Herzklappen bzw. Herzwände oder Flüssigkeit im Herzbeutel erkennen kann.

Langzeit- Blutdruckmessung:

Mittels eines Blutdruckmessgerätes, dem sogenannten Sphygmomanometer misst der Kardiologe den Blutdruck des Patienten. Hierbei wird ein sogenanntes Tag- Nacht- Blutdruckprofil bestimmt. 

Herz- CT:

Bei der sogenannten Herz- Computertomographie wird mithilfe eines injizierten Kontrastmittels über Röntgenstrahlen ein Schnittbild des Herzens erstellt. Mithilfe dieser Diagnosemethode lassen sich Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen, sowie Verengungen erkennen.

Herzkatheter- Untersuchung:

Hierbei wird ein dünner Schlauch über die Venen bis zum Herz geführt, um so ein Kontrastmittel in bestimmte spezifische Bereiche des Herzens einzuführen. Im Anschluss wird, wie beim Herz- CT mittels Röntgenstrahlen eine Abbildung erstellt. Diese Methode gilt als Minimal- Invasiv.

Herzszintigraphie:

Hierbei wird während körperlicher Belastung ein radioaktiv- markiertes Mittel über die Vene injiziert. Mittels einer Gammakamera kann so die Durchblutung des Herzens unter körperlicher Belastung bildlich dargestellt werden.

Schluckecho (TEE):

Hierbei handelt es sich um eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Über den Rachen wird dabei ein dünner, biegsamer Schlauch eingeführt, der eine Ultraschallsonde enthält. 

Ausbildung zum Kardiologen

Um ein Kardiologe zu werden, müssen Assistenzärzte eine Facharztweiterbildung in der Inneren Medizin absolvieren. Innerhalb der Weiterbildung spezialisieren sich die Ärzte auf den Aufbau und die Funktion des Körpers sowie auf die akuten oder chronischen Erkrankungen von Organen wie Herz, Lunge, Nieren und Verdauung. Während der Assistenzarztzeit verdient ein Mediziner zwischen 4.693 Euro und 6.287 Euro. Die Vergütung richtet sich nach dem Tarif und ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.
Weitere Informationen zur Ausbildung zum Facharzt für Kardiologie gibt es hier:

Facharztausbildung

Was verdient ein Kardiologe? – Gehalt

Ein Kardiologe mit eigener niedergelassener Praxis kann in Deutschland mit einem durchschnittlichen Reinertrag von 209.000 Euro pro Jahr rechnen. Diese Zahl ist abhängig von verschiedensten Faktoren, wie zum Beispiel dem Standort.

Als angestellter Facharzt für Kardiologie verdient man in Deutschland durchschnittlich circa 6.800 Euro pro Monat. Als Einstiegsgehalt kann ein angestellter Kardiologe mit ungefähr 5.900 Euro monatlich rechnen, mit wachsender Berufserfahrung kann die Vergütung allerdings auf bis zu 7.750 Euro ansteigen.

Quelle

Maximilian Köhler

Spezialist E-Commerce

Nachdem Herr Köhler Wirtschaftsingeneurswesen an der Uni Hannover studierte beschloss er sich auf den Bereich E-Commerce zu spezialisieren.