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Was macht ein Rechtsmediziner? | Übersicht zu Aufgaben & Beruf

Rechtsmediziner

Was ist ein Rechtsmediziner? Was macht ein Rechtsmediziner? Wie viel verdient man als Rechtsmediziner? Das sind die am häufigsten gestellten Fragen im Zusammenhang mit dem Facharzt für Rechtsmedizin. In diesem Artikel werden wir uns näher mit diesen Fragen und dem Berufsbild des Rechtsmediziners befassen.

Rechtsmediziner

Autor: Maximilian Köhler

Position: Spezialist E-Commerce

Aktualisiert: 25.04.2022

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Was ist ein Rechtsmediziner? – Definition Rechtsmedizin

Die Rechtsmedizin ist der medizinische Fachbereich, der sich mit strafrechtlichen, zivilrechtlichen und versicherungsrechtlichen Fragen beschäftigt. Mit Hilfe von wissenschaftlichen Verfahren versucht der Rechtsmediziner (früher auch Gerichtsmediziner genannt) Antworten auf diese Fragen zu finden. Im Unterschied zum Pathologen, der sich mit natürlichen Todesursachen beschäftigt, begutachtet und beurteilt der Rechtsmediziner Verstorbene hinsichtlich äußerer Einflüsse auf ihren Tod.

Was macht ein Rechtsmediziner? – Das sind die Aufgaben

Der Rechtsmediziner beschäftigt sich zum Großteil mit der Obduktion und Untersuchung von Verstorbenen und stellt ihre Todesursachen fest. Zum Teil findet diese Arbeit in der Leichenhalle, zum Teil aber auch an Tatorten statt. Fand ein mutmaßliches Verbrechen mit Todesfolge statt, entnimmt der Rechtsmediziner Blut-, Speichel- und Haarproben und analysiert diese im Labor. Mithilfe von DNA Proben hilft er auch bei der Identitätsfeststellung von Opfern oder beteiligten Personen.

Doch der Facharzt Rechtsmedizin arbeitet nicht nur mit Verstorbenen, auch die Untersuchung von Körperverletzungen zur Rekonstruktion des Tathergangs gehört zu seinem Aufgabenprofil. Mit seinen erstellten Gutachten trägt der Rechtsmediziner einen wichtigen Teil zur Urteilsfindung im Gericht bei. Auch wenn der Verdacht eines ärztlichen Behandlungsfehlers besteht, untersucht der Rechtsmediziner im Auftrag des Staatsanwalts den Betroffenen. Des weiteren gehört auch die Analyse von Blut- oder Urinproben, zum Beispiel bei Verdacht auf Fahren unter Alkoholeinfluss, und die Analyse von Haarproben bei Drogenabhängigen in den Bereich der Rechtsmedizin.

Wie wird man Rechtsmediziner? – Die Facharztausbildung

Die Weiterbildung zum Facharzt Rechtsmedizin dauert 5 Jahre. Innerhalb dieser 5 Jahre 

  • absolviert man 6 Monate im Bereich der Pathologie
  • absolviert man 6 Monate im Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie
  • können zum Kompetenzerwerb bis zu 6 Monate in anderen Gebieten abgeleistet werden

Weitere Informationen zur Weiterbildung zum Rechtsmediziner finden Sie hier:

Facharztausbildung Rechtsmedizin

Was verdient man als Rechtsmediziner? – Gehalt

Ein Assistenzarzt für Rechtsmedizin verdient als Berufseinsteiger 4.600€ monatlich und nach einigen Jahren Berufserfahrung bis zu 5.600€.

Ein Facharzt für Rechtsmedizin verdient in Deutschland durchschnittlich etwa 7.600€ im Monat. Dieses Gehalt ist abhängig von den geltenden Tarifverträgen und der Dauer der Beschäftigung und ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Quelle Gehalt

Maximilian Köhler

Spezialist E-Commerce

Nachdem Herr Köhler Wirtschaftsingeneurswesen an der Uni Hannover studierte beschloss er sich auf den Bereich E-Commerce zu spezialisieren.