Zusatz-Weiterbildung Kinder- und Jugend-Rheumatologie

In Deutschland arbeiten ungefähr 200 Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Kinder- und Jugend-Rheumatologie“. Für diese Spezialisierung haben die Ärzte ihre Zusatzweiterbildung Kinder-Rheumatologie absolviert. Innerhalb der Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie spezialisieren sich die Fachärzte auf die Prävention, Erkennung, konservative Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises einschließlich der entzündlich- rheumatischen Systemerkrankungen des Säuglings, Kleinkindes, Kindes, Jugendlichen und Heranwachsenden in seinem sozialen Umfeld von der pränatalen Periode einschließlich der Transition in eine Weiterbetreuung.

Um ein Kinder-Rheumatologe zu werden, absolvieren Fachärzte für die Kinder- und Jugendmedizin die Zusatzweiterbildung Kinder-Rheumatologie. Im Folgenden sind alle wichtigen Informationen zum ZB Kinder-Rheumatologie zusammengefasst. Beispielsweise die Voraussetzungen für die Weiterbildung Kinder-Rheumatologie oder die Inhalte der Weiterbildungsordnung.

Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie

Ärztevermittlung → Facharztausbildung → Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin → Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie

Definition der ZB Kinder- und Jugend-Rheumatologie

Die Zusatz-Weiterbildung Kinder- und Jugend-Rheumatologie umfasst in Ergänzung zur Facharztkompetenz die Prävention, Erkennung, konservative Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises einschließlich der entzündlich- rheumatischen Systemerkrankungen des Säuglings, Kleinkindes, Kindes, Jugendlichen und Heranwachsenden in seinem sozialen Umfeld von der pränatalen Periode einschließlich der Transition in eine Weiterbetreuung.

Wie viele Fachärzte gibt es mit der Zusatzbezeichnung Kinder-Rheumatologie?

  • In Deutschland gibt es 219 berufstätige Ärztinnen und Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Kinder-Rheumatologie„.

Voraussetzungen der Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie

Die Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie baut auf der Facharzt-Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin auf. Dementsprechend gelten folgende Voraussetzungen:

  • Erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium
  • Approbation als Arzt
  • Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
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Die Zusatzweiterbildung Kinder-Rheumatologie kann erst nach der Facharztausbildung in der Kinder- und Jugendmedizin begonnen werden.

Dauer der Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie

Die Weiterbildungszeit für die Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie beträgt 24 Monate, also 2 Jahre.

Die Weiterbildung muss bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6, Abs. 1, Satz 1 der Musterweiterbildungsordnung absolviert werden.

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Die Zusatzweiterbildung Kinder-Rheumatologie dauert in Vollzeit 2 Jahre. 

Zusatzweiterbildung Kinder-Rheumatologie

Weiterbildungsordnung der ZB Kinder-Rheumatologie

Die Weiterbildungsordnung der Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie unterscheidet zwischen:

  • Zu vermittelnden kognitiven Kompetenzen & Methodenkompetenzen (Kenntnisse)
  • Zu vermittelnden Handlungskompetenzen (Erfahrungen und Fertigkeiten)

Spezifische Inhalte der Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie

Übergreifende Inhalte der Zusatz-Weiterbildung Kinder- und Jugend-Rheumatologie

  • Epidemiologie, Grundlagen entzündlicher und nicht- entzündlicher rheumatischer Erkrankungen einschließlich molekulargenetischer und immunologischer Mechanismen bei systemischen Autoimmunerkrankungen, autoinflammatorischen Erkrankungen einschließlich genetischer Fiebersyndrome, nicht-bakterieller Osteitis, Interferonopathien, Schmerzsyndromen
  • Pharmakologie, Nebenwirkungen und Interaktion von nicht-steroidalen Antirheumatika, Glukokortikoiden, konventionellen und biologischen disease-modifying anti-rheumatic drugs, Immunsuppressiva
  • Indikationsstellung und Überwachung der Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika, Glukokortikoiden, konventionellen und biologischen disease-modifying anti-rheumatic drugs, Immunsuppressiva
  • Supplementäre Therapien, z. B. Gastroprotektion, Folsäuresupplementierung, Osteoporoseprophylaxe, Osteoporosetherapie
  • Koordination der interdisziplinären und interprofessionellen Zusammenarbeit
  • Langzeitversorgung in Kooperation mit spezialisierten Einrichtungen
  • Indikationen für Impfungen unter Immunsuppression
  • Indikationsstellung zur genetischen Diagnostik
  • Grundlagen der Ernährungsberatung
  • Schulungsmaßnahmen unter Einbindung von Bezugspersonen
  • Physikalische, krankengymnastische, ergotherapeutische Behandlungskonzepte
  • Einleitung von präventiven und rehabilitativen Maßnahmen bei chronischen Erkrankungen
  • Sportberatung
  • Indikationsstellung zur psychosozialen Therapie
  • Palliativmedizinische Versorgung

Kollagenosen und Vaskulitiden

  • Weiterführende Diagnostik und Therapie bei systemischem Lupus erythematodes, juveniler Dermatomyositis, Sklerodermie und Overlap- Kollagenosen, Vaskulitiden

Autoinflammatorische Erkrankungen

  • Weiterführende Diagnostik und Therapie bei autoinflammatorischen Erkrankungen, z. B. Fieber- Syndromen, nicht-infektiösen Inflammationen des Knochens, Interferonopathien

Chronische Schmerzerkrankungen des muskuloskelettalen Systems

  • Grundlagen der multimodalen und medikamentösen Schmerztherapie
  • Diagnostik und Differentialdiagnostik chronischer Schmerzerkrankungen des muskuloskelettalen Systems

Diagnostische Verfahren

  • Durchführung verschiedener standardisierter Untersuchungsverfahren
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation hämatologischer, biochemischer, immunologischer Untersuchungen einschließlich Synoviaanalyse
  • Punktion verschiedener Gelenke sowie intraartikuläre Injektion (Richtzahl: 50)
  • Gelenksonographie (Richtzahl: 200)
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation weiterer bildgebender Untersuchungen

Rheumatologische Notfälle

  • Differentialdiagnose akuter rheumatischer Krankheitsbilder einschließlich Abgrenzung von malignen Erkrankungen, z. B. Leukämie sowie Infektionen
  • Diagnostische und therapeutische Notfall- maßnahmen, z. B. bei akuter Arthritis, systemischem Lupus erythematodes, juveniler Dermatomyositis, Makrophagen- aktivierungssyndrom, Vaskulitiden

Das Logbuch für die Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie

Wie schon in der Facharztausbildung Kinder- und Jugendmedizin ist das Logbuch ein verpflichtender Bestandteil für die Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie. In diesem Ausbildungslogbuch werden die erworbenen Weiterbildungsinhalte und erbrachten Leistungszahlen dokumentiert.

Ist das Logbuch vollständig ausgefüllt, kann sich der Arzt für die Schwerpunktprüfung anmelden. Hierfür muss das Logbuch bei der zuständigen Ärztekammer abgegeben werden.

Das Muster-Logbuch der die Zusatz-Weiterbildung Kinder-Rheumatologie kann hier heruntergeladen werden.

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Leon Pobuda

Leon Pobuda

Personalpsychologe (M.Sc.) & Geschäftsführer von Approbatio

Herr Pobuda studierte in Göttingen Psychologie mit den Schwerpunkten Personalpsychologie und Gesundheits- und Sportpsychologie. Innerhalb seiner wissenschaftlichen Arbeit erforscht er das Führungsverhalten von Ärzten. Hauptberuflich ist Herr Pobuda Geschäftsführer der Personalberatung für Ärzte „Approbatio“.

Quellen:

Bundesärztekammer (2018). (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018.

Bundesärztekammer (2019). Ärztestatistik zum 31. Dezember 2019.